Laufen

Erfahrungsbericht: Venloop Halbmarathon

25.03.18: Venloop Halbmarathon-  warum dies mein schönster Raceday war

 

Ich bin ja eher der spontane Mensch. Manchmal legt mir das aber echt Steine in den Weg. So zum Beispiel, was den Startplatz für den Venloop Halbmarathon angeht. Dieses Event ist sehr beliebt und die Startplätze schnell ausverkauft.

Warum ich trotzdem noch starten konnte und warum dieses Event so unfassbar überwältigend war, erfahrt ihr jetzt hier.

Meine Anmeldung für den Venloop Halbmarathon

10 Tage vor dem Event entschied ich mich dazu, dass ich dort mitlaufen  möchte. Die offizielle Anmeldung war natürlich längst abgeschlossen, da alle Startplätze ausverkauft waren.

Ich  machte mich sofort auf die Suche nach einem Startplatz über eBay-Kleinanzeigen und wurde fündig. Daher konnte ich meine Startnummer einen Tag später  in Duisburg abholen.

Der einzige Nachteil: ich musste unter dem Namen „Angelika“ starten 🙂

Im letzten Moment einen Startplatz erhalten... für einen Tag war ich also Angelika :)

Im letzten Moment einen Startplatz erhalten… für einen Tag war ich also Angelika 🙂

Im Vorfeld habe ich so viel Positives über den Venloop Halbmarathon gehört. Einige Läufer berichteten mir, dass es die beste Stimmung am Streckenrand seien soll. Davon wollte ich mich jetzt selber überzeugen.

Der Raceday: Venloop Halbmarathon

Ich machte mich also Sonntag morgen auf den Weg von Münster nach Venlo. Die Startzeit für den Halbmarathon war ganz entspannt um 14 Uhr.

Meine Ankunft ähnelte einer Punktlandung: Auto parken, zum Start laufen, Startnummer fixieren … um 13:50 Uhr befand ich mich dann in meinem bzw Angelika‘s grünen Startblock (Zielzeit: 1:45 – 2:00 Std.).

 

Beste Vorsussetzungen für einen Raceday: 13 Grad und Sonne

Beste Vorsussetzungen für einen Raceday: 13 Grad und Sonne

Bereits bevor ich über die Startlinie laufen konnte, hatte ich das erste Mal Gänsehaut: ich stand da in Venlo bei bestem sonnigen Wetter (13 Grad), fühlte mich fit und es war eine bombastische Stimmung bei den Holländern. Es tönte laute Musik aus zahlreichen Boxen und die vielen anderen Starter und Zuschauer haben gejubelt was das Zeug hält.

Ich konnte es kaum erwarten endlich loszulaufen.

Venloop Halbmarathon: Kurz vor dem Start

Venloop Halbmarathon: Kurz vor dem Start

Venloop Halbmarathon: Kilometer 1 bis 10

Voller Euphorie passierte ich die Startlinie und lief los. Meine Beine fühlten sich super an.

Insgeheim bin ich mit der Hoffnung an den Start gegangen, endlich mal wieder unter 2 Stunden zu finishen. Dies war jedoch für meinen aktuellen Trainingszustand ein sehr hoch gestecktes Ziel. Daher war für mich dabei sein und genießen das Wichtigste.

Die erste Kilometer führten durch Venlos schöne Innenstadt. Rechts und links der Strecke ertönte nicht nur laute Partymusik aus unzähligen Boxen, es standen auch unfassbar viele Zuschauer am Rand und feuerten mich und die anderen Starter lauthals an. Von jung bis alt war alles dabei und die Holländer feierten eine riesen Party am Streckenrand.

Diese Umstände führten dazu, dass ich für meine Verhältnisse mal wieder viel zu schnell gestartet bin.

Die ersten 10 Kilometer lief ich in einer Pace von ca 5:30 min/km. Ich fühlte mich sehr gut dabei, jedoch ahnte ich schon, dass ich das Tempo auf 21 Kilometer nicht halten kann.

Ich freute mich auf den ersten 10 Kilometern über die unglaublich vielen motivierenden und partywütigen Holländer und habe mich bei dem Gedanken erwischt: vielleicht komme ich nächstes Jahr auch zum Feiern und Anfeuern nach Venlo 🙂

Die Streckenführung beim Venloop Halbmarathon

Die Streckenführung beim Venloop Halbmarathon

Venloop Halbmarathon: Kilometer 11 bis 21

Ab Kilometer 11 hörte ich meinen Körper, der mir zurief: „Claudi, mach mal langsamer!“ Mit diesem Signal verabschiedete ich mich innerlich von der Vorstellung, mal wieder unter 2 Stunden finishen zu können.  Schließlich lagen noch 10 Kilometer vor mir.

Ausgerechnet an diesem Streckenabschnitt am Wasser entlang (die Maas fließt durch Holland) befanden sich dann auch noch kaum Zuschauer.

Daher folgten für mich zwei richtig lange und schwere Kilometer.

Kurz nach dem Passieren der 13km-Marke ging es über eine Brücke auf die andere Seite der Maas.

Wir liefen durch einige Wohngebiete, in denen  die Holländer in ihren Vorgärten saßen und einfach richtig cool gefeiert haben. Die einen tranken Bier, die anderen Wein, wenige Wasser… aber alle schienen richtig gute  Laune zu haben und hatten Spaß daran, die Namen der Läufer zu brüllen und uns anzufeuern. Es folgte ein weiterer Gänsehaut-Moment!

Mir persönlich hat das nochmal einen riesen Energieschub verpasst.

Die anfängliche Pace von 5:30 min/km konnte ich, wie bereits vermutet, nicht halten. Ab Kilometer 11 pendelte ich mich bei einer Pace zwischen 5:45 und 5:55 min/km ein.

Kurz vor Erreichend der 20km-Marke wechselte die Streckenführung wieder auf die andere Seite des Flusses und wir befanden uns wieder in Venlos traumhafter Innenstadt. Die Holländer schienen nicht müde zu werden und feierten uns weiter hart ab. 🙂

Den letzten Kilometer zog ich das Tempo nochmal so gut es ging an.

Ich realisierte, dass es mit der 2 Stunden-Marke doch noch etwas werden könnte. Ich quälte mich ins Ziel und guckte bei 21,1 km unfassbar glücklich auf meine Uhr: 01:59:43! Juhuuuuu! Gänsehaut pur!

Überglücklich und stolz ließ ich mir meine Medaille um den Hals legen und genoss den Moment voller Freude und Glück.

Überglücklich mit Medaille im Ziel

Überglücklich mit Medaille im Ziel

Meine Gedanken nach dem Zieleinlauf:

„Venloop – du warst geil! Ich komme wieder!“

„Danke für die unfassbar gute Stimmung, ihr verrückten Holländer!“

„Wo gibts alkoholfreies Bier?“ 🙂

Und damit kommen wir zum einzigen „negativen“ Punkt am Venloop: im Ziel gab es kein alkoholfreies Bier. Dabei laufe ich doch nur dafür 🙂

Ich hatte zum Glück etwas Bargeld dabei und konnte mir dann mein geliebtes „kühles Blondes“ in einem der Festzelte kaufen.

Kein Raceday ohne Bier ?

Kein Raceday ohne Bier ?

 

Wie sieht’s bei euch aus? Seid ihr schonmal in Venlo gestartet? Was war euer schönster Raceday?

Ich freue mich auf eure Kommentare.

 

Alles Liebe,

 

Claudi

 

 

 

 

Claudi Von

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